Haus kaufen

Wer sich für den Kauf eines Hauses entscheidet, auf den kommen eine Menge Fragen und weitere Entscheidungen zu. Ein Haus-Kauf sollte gut überlegt sein, da die Investition in eine so kostspielige Immobilie einen höchstwahrscheinlich einige Jahrzehnte (im Normalfall 15-30 Jahre) begleitet. Beim Hauskauf bieten sich einem in der Regel mehrere verschiedene Möglichkeiten zu seinem Eigenheim zu kommen:

Die einfachste und oft auch flexibelste Variante ist heute der Kauf eines Fertighauses. Von einem Fertighaus spricht man, wenn ganze Bauelemente des Hauses bereits vorgefertigt sind und von den Handwerkern nur noch zusammengesetzt werden müssen. Bei Fertighäusern gibt es 3 verschiedene Grade der Fertigstellung, die je nach Budget und möglicher handwerklicher Eigenleistung gewählt werden können und sich demensprechend im Preis widerspiegeln.

Das ist zum einen das Bausatzhaus, bei dem lediglich die einzelnen Bestandteile des Hauses geliefert werden und der Bauherr sich selbst um deren Zusammensetzung bemüht. Diese Variante ist oft die günstigste, verlangt aber die meiste Eigenleistung.

Die nächste Stufe wäre ein Ausbauhaus. Beim Ausbauhaus werden ebenfalls die vorgefertigten Bauteile geliefert und der gesamte Außenausbau von Bauarbeitern und Handwerkern fertiggestellt; nur der Innenausbau wird vom Bauherrn selbst übernommen (wobei in den meisten Fällen Leitungen und ähnliches auch bereits verlegt sind).

Die letzte und einfachste Stufe wäre das schlüsselfertige Fertighaus. Hier werden im Vorfeld bei der Planung des Hauses alle Details (z.B. Lage und Anzahl der Steckdosen, etc.) festgelegt und von der beauftragten Firma fertiggestellt; dies beinhaltet den kompletten Außen- und Innenausbau. Der Bauherr braucht nichts in Eigenleistung zu machen, was im Gegenzug aber den Preis in die Höhe treibt. Das Haus wird innerhalb weniger Wochen aufgebaut und dem Bauherrn zum schlüsselfertig zum sofortigen Einzug überreicht.

Die „traditionelle“ Variante ein Haus zu kaufen, ist ein Massivhaus zu bauen. Ein Massivhaus wird ganz konventionell Stein für Stein aus massivem Material gemauert und von fachkundigen Handwerkern im Innenraum ausgebaut. Der Vorteil dabei ist, dass der Bauherr beim Ausbau mehr Freiheiten hat sein Haus individuell zu gestalten (z.B. Ausbau in zwei getrennt liegenden Wohnungen oder Ausbau einer Wohnung zur Miete oder einer vermietbaren Studentenwohnung oder WG, Schnitt der Zimmer, etc.). Allerdings geht der Bau des Massivhauses relativ langsam und ist meist mehr höheren Kosten verbunden als ein Fertighaus.

Eine letzte Möglichkeit ein Eigenheim zu kaufen, ist der Kauf eines alten Hauses, das entweder aus Kostengründen selbst oder von Handwerkern renoviert wird. Bei dieser Variante ist viel Geduld, ein großer Werkzeugkoffer und Eigenleistung gefragt, da die oft sehr langanhaltenden Renovierungsarbeiten eines Hauses oft zu Lasten der Wohngemeinschaft und der einzelnen Familienmitglieder geht. Allerdings kann man auf diese Weise öfters einmal ein „Schnäppchen“ machen und ein gutgelegenes Haus mit einigen Schönheitsfehlern für relativ wenig Geld bekommen.

Als Alternative für diejenigen, die kein Haus kaufen können oder wollen, aber trotzdem gerne ein Eigenheim hätten, bleibt entweder die Möglichkeit ein Haus zu mieten oder eine Wohnung zu kaufen.