WG

Die Abkürzung WG steht eigentlich für den Begriff „Wohngemeinschaft“. Heute umfasst der Ausdruck Wohngemeinschaft jedoch viel mehr als das, was wir unter dem Wort „WG“ verstehen.

Mit einer WG meinen wir heute meist eine Wohngemeinschaft aus Studenten oder jungen Leuten in einer Mietwohnung; andere Formen der Wohngemeinschaft wie beispielsweise Lebensgemeinschaften oder auch die Wohngemeinschaften in gemieteten Häusern oder anderen Immobilien sind damit oft nicht gemeint.

Eine WG kann geschlossen werden um entweder Kosten zu sparen oder um mit Freunden zusammenzuwohnen. In den meisten Fällen werden WGs jedoch wegen der niedrigeren Kosten gegründet oder bei Studenten auch häufig, wenn sie keinen Platz in einer Studentenwohnung bekommen haben.

Wer einen Platz bzw. ein Zimmer in einer WG sucht, der kann entweder in den Regionalzeitungen der jeweiligen Stadt suchen, an den schwarzen Brettern der Universitäten schauen oder im Internet recherchieren. Mittlerweile gibt es für die einzelnen Städte ganze WG-Börsen im Internet, die ein gutes und aktuelles Angebot an verfügbaren Zimmern in Wohngemeinschaften der Umgebung bieten; diese können in Wohnungen oder privaten Häusern sein.

Die Preise richten sich dabei nach verschiedenen Aspekten, wie Größe des Zimmers, Lage der Wohnung, Höhe der Nebenkosten und vieles mehr. Oft haben die derzeitigen Mieter aber bestimmte Vorstellungen und daran geknüpfte Bedingungen an ihre zukünftigen Mitbewohner (z.B. männlich oder weiblich, Nichtraucher, keine Haustiere, etc.). Wer eine passende WG für sich gefunden hat, sollte sich aber vor einer verbindlichen Zusage nach den entsprechenden Mietbedingungen und der Konstellation des Mietvertrages (Haupt- oder Untermieter) erkundigen; mit der Unterzeichnung des Mietvertrages gehen meist nämlich bestimmte Verpflichtungen bezüglich Haus und Vermieter (z.B. regelmäßige Dienste wie Hausordnung oder ähnliches) einher und je nach Konstellation der Wohngemeinschaft können sich Ansprüche auf bestimmte Sozialleistungen ändern.

Wer ein Haus kauft oder sich eine Eigentumswohnung zulegt, kann auch überlegen, ob er/sie nicht ein Zimmer als WG-Zimmer anbieten möchte, da dies eine zusätzliche Einnahmequelle bietet, die hilft die monatlichen Raten zu tilgen.